EGMONT-SCHAEFER-PREIS FÜR ZEICHNUNG

FÜR DEN EGMONT-SCHAEFER-PREIS FÜR ZEICHNUNG kann man sich nicht bewerben!


Der Egmont-Schaefer-Preis für Zeichnung würdigt - neben dem Namensgeber selbst - das zeichnerische Schaffen des jeweiligen Preisträgers. Es soll einem breiteren Publikum bekannt gemacht werden. Zugleich will dieser Preis die Zeichnung als künstlerische Ausdrucksform würdigen.

Einen Preis für Zeichnung hat es so in Berlin bisher nicht gegeben, obwohl hier populäre Vorläufer wie Emil Orlik, Heinrich Zille, Albert Schäfer-Ast, Käthe Kollwitz, Werner Gilles, Werner Heldt und Herbert Tucholski gewirkt haben. Auch Egmont Schaefers frühes Vorbild, Alfred Kubin, arbeitete in Berlin. Der Preis soll diese wichtige Tradition aufnehmen und fortsetzen und dazu beitragen, der Zeichnung einen bedeutsamen Platz im öffentlichen Bewusstsein der Stadt zu verschaffen.

Der Berliner Zeichner Egmont Schaefer (1908-2004) arbeitete 25 Jahre in der Galerie im Turm in Berlin-Friedrichshain. Nur zufällig wurde von Besuchern entdeckt, dass er Zeichner war. Erst 1991 gelang es, das Werk dieses Künstlers durch eine Publikation einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Im Jahr 2002 würdigte das Willy-Brandt-Haus in Kooperation mit dem Berliner Kabinett e.V. den Künstler mit einer großen Ausstellung. 2008 legte der Verein anlässlich des 100. Geburtstages von Egmont Schaefer einen umfangreichen Band zu Leben und Werk vor.

Egmont Schaefer, 1908 in Berlin geboren, hat von 1928 – 1931 bei Emil Orlik an der Vereinigten Staatsschule für freie und angewandte Kunst in Berlin Charlottenburg studiert. Er war seit 1938 von der Reichskulturkammer mit Berufsverbot belegt worden und lebte und arbeitete in Ostberlin als freier Graphiker und Zeichner. 1959 aus dem Verband Bildender Künstler ausgeschlossen, arbeitete Egmont Schaefer von 1965 bis 1980 in der Galerie im Turm in Berlin-Friedrichshain, in der deshalb auch bis 2012 die Preisverleihungen statt gefunden haben. Mit dem Ausscheiden des langjährigen Leiters der Galerie im Turm, Karl-Friedrich Schmalwaßer im Jahr 2011, änderte sich deren Ausstellungskonzept so nachhaltig, dass auf einer Vorstandssitzung im Sommer 2013 entschieden wurde, den Preis künftig in der Galerie Parterre Berlin zu vergeben, mit der seit über 15 Jahren feste und erfolgreiche Kopperationsbeziehungen bestehen.

Der Egmont-Schaefer-Preis für Zeichnung ist aus der Ausstellungsreihe BERLINER KABINETT hervorgegangen, die 1990 von HOW Toppel und Karl-Friedrich Schmalwaßer ins Leben gerufen wurde. 1998 wurde der Verein Berliner Kabinett e.V. gegründet, der gemeinnützig tätig ist und sich weiterhin den Ausstellungen BERLINER KABINETT widmet und außerdem den Egmont-Schaefer-Preis für Zeichnung vergibt.


Für die Verleihung des Egmont-Schaefer-Preises für Zeichnung ist bestimmt:
- Der Egmont-Schaefer Preis wird alle 2 Jahre vergeben.
- Der Preisträger wird durch einen unabhängigen Beirat bestimmt, der sich aus anerkannten Kunstwissenschaftlern und Künstlern zusammensetzt und für jede Preisvergabe neu berufen wird. Bewerbungen für den Preis sind nicht möglich.
- Der Preis ist mit mindestens 1000 € dotiert.
- Mit der Preisverleihung ist eine Ausstellung des Preisträgers verbunden.
- Zur Ausstellung wird eine Publikation über den Preisträger herausgegeben.
- Preisverleihung und Ausstellung finden im zeitlichen Zusammenhang mit dem Geburtstag von Egmont Schaefer jeweils im Mai statt.